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Zwei Themen waren es, die die Diskussionen am SPD-Stand während des Neujahrsempfangs
beherrschten: Auf kommunalpolitischer Ebene die Zukunft des Hafen-Ostufers und bundespolitisch
die Diskussion um eine mögliche große Koalition.
„Die Entwicklung des Gebiets Hafen-Ost ist die Zukunftschance für Flensburg!“ – das machte die
Hafen-AG deutlich. Sie informierte mit umfangreichen Materialien und einer gesonderten Broschüre
über die Möglichkeiten, die das Areal bietet: „Die SPD legt ein entschieden zukunftsorientiertes
Konzept vor, das die städtebaulichen Rahmenbedingungen formuliert für ein innovatives, sozial
durchmischtes Stadtviertel an der Hafenostseite, mit bezahlbarem Wohnraum, hochwertigen
Arbeitsplätzen und attraktiver Urbanität.“
Kernpunkte sind u.a.: Keine brachliegenden Flächen mehr, keine verfallenden Speicheranlagen – aber
auch kein neues Luxusviertel. Alle künftigen Infrastruktur- und Baumaßnahmen in diesem zentralen,
das Stadtbild prägenden Gebiet müssen der gesamten Bevölkerung zugutekommen, mit einer
ausgewogenen, lebendigen Mischung von Arbeiten und Wohnen, Freizeit und Kultur. Durch
attraktive Standortbedingungen für innovierende Betriebe und mehr Kooperation wird Flensburg als
Oberzentrum der gesamten deutsch-dänischen Grenzregion gestärkt.
Zum Für und Wider einer großen Koalition konnte man auf die Stimme der Flensburger SPD-Basis
verweisen. Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) hatte sich ein
Kreisparteitag damit beschäftigt, wie es nach dem Scheitern der Jamaika-Gespräche weitergehen
sollte. Das Votum war eindeutig: 33 Stimmen gab es für eine Ablehnung der sogen. „GroKo“, sieben
Genossinnen und Genossen waren anderer Meinung und fünf enthielten sich.