Europäische Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene: SPD beantragt Aktionsplan

Die SPD-Ratsfraktion will, dass die Stadt Flensburg der „Europäischen Charta für die Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene“ beitritt. Damit würde sich die Stadt Flensburg verpflichten, innerhalb der nächsten zwei Jahre einen Gleichstellungs-Aktionsplan zu erarbeiten und konkrete Schritte zu seiner Umsetzung einzuleiten. Jede Abteilung der Verwaltung würde einbezogen und Zielformulierungen zeichnen, um die Gleichstellung in ihrem Bereich voranzubringen.

Barbara Kaun, gleichstellungspolitische Sprecherin der SPD, erläutert: „Flensburg kann auf eine erfolgreiche Tradition institutioneller Gleichstellungsarbeit zurückblicken. Jedoch brauchen wir einen neuen starken Impuls. Flensburg wäre die erste Kommune in Schleswig-Holstein, die sich für die EU-Charta ausspricht. Der Rat der Gemeinden und Regionen Europas hat die Charta entwickelt. Sie wurde inzwischen von mehr als 1.300 europäischen Gemeinden unterzeichnet. Die Unterzeichnung der Charta bietet den Anlass, den eigenen Standort in der Verwirklichung der Gleichstellung zu prüfen. Zugleich ist sie ein Instrument um in allen Bereichen die Gleichstellung von Frauen und Männern voranzubringen.“

Dem politischen Vorstoß der SPD vorausgegangen waren ein Einführungsworkshop mit breiter Beteiligung und eine Initiative der Gleichstellungsbeauftragten. Der Antrag der SPD ist als Ratsvorlage RV-25/2018 in die Beratungen eingeflossen. Mitgetragen wird sie von den Grünen, die die Vorlage mitgezeichnet haben. Der endgültige Beschluss soll in der Ratsversammlung am 5. Juli 2018 fallen.

Helmut Trost
Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion Flensburg