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Die Chancen des Bahnhofs Weiche nutzen- Fernverkehr etablieren

Letzter Halt Weiche - so hieß es an einem für den Stadtteil traurigen Donnerstag im Dezember 2014. Damals endete dort die Zeit des Nahverkehrs, der Haltepunkt für Züge entfiel. Jetzt zeigt sich, wie verhängnisvoll die damalige Entscheidung war. Ein intakter Bahnhof am Ochsenweg - das wäre eine Chance für den Stadtteil und die ganze Stadt. 
Das zeigt sich in der aktuellen Situation, wo nach den Planungen der Bahn der "Umleitungsverkehr" infolge der Bauarbeiten am Fehmarnbelt über die Jütlandroute laufen soll - und an Flensburg vorbeirauschen soll. Ein Halt dieser Züge ist unabdingbar - und Weiche bietet die Chance, die ergriffen werden muss.

Wie schrieb das Flensburger Tageblatt in seinem Artikel zu den Auswirkungen der Fehmarnbelt-Arbeiten zu Recht am 18. Februar 2016: "Das heißt, dass in dieser Zeit Fernzüge im 2-Stunden-Takt Flensburg anlaufen. Ziel muss es sein, in dieser Zeit eine Nachfrage zu etablieren, die auch nach Fertigstellung des Tunnels einen Fernverkehr Hamburg - Flensburg - Aarhus im 2-Stunden-Rhythmus rechtfertigt."

Das ist der richtige Weg - mit einem Halt der Fernzüge in Weiche den Grundstein für eine dauerhafte Verbesserung der Anbindung Flensburgs legen.

Zur Erinnerung: Mit dem Fahrplanwechsel im Dezemer 2014 entfielen auch die Nachtzüge, die Flensburg überregional angebunden haben.
Heute wurde in der Ratsversammlung eine Stellungnahme zum Landesentwicklungsplan verabschiedet - auch dort wurde die Stärkung der Jütlandroute gefordert.