Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF)
Barbara Philipsen
Vorstandssprecherin
Neu!
Parität für Frauen in der Politik:
SPD-Bundesparteitag entscheidet pro „Reißverschluss“ – und ebnet den Weg für eine Wahlrechtsreform
Der Antrag war nicht unumstritten, doch die lange Debatte hat sich gelohnt:
Nach überzeugenden Fürsprachen vieler Genossinnen – und Genossen – entschieden die Delegierten auf dem SPD-Parteitag in Berlin mit breiter Mehrheit, Wahllisten künftig nach dem „Reißverschluss-Prinzip“ zu besetzen. Das bedeutet, dass sich nun bei Kandidaturen für politische Mandate Frauen und Männer gleichmäßig abwechseln müssen – auf allen Ebenen und beginnend beim ersten Listenplatz. Zuvor war die 40%-Geschlechterquote der SPD, wenn überhaupt, auch mit Hilfe von „Fünferblöcken“ oder anderen Konstruktionen sichergestellt worden. „Komplizierte Rechenexempel, die dann oft genug doch nicht aufgegangen sind, gehören nun der Vergangenheit an“, freut sich Cornelia Östreich, Landesvorsitzende der schleswig-holsteinischen AsF (Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen). „Der ‚Reißverschluss’ macht deutlich, wofür unsere Partei sich einsetzt: eine echte politische Gleichgewichtigkeit – Parität – zwischen Frauen und Männern.“
Ob die Entscheidung vom 4. Dezember 2011 darum eines Tages ebenso historisch genannt werden wird wie der Parteitag in Münster, auf dem 1988 die SPD-Geschlechterquote beschlossen wurde? Östreich, die in Berlin Delegierte war und zugleich dem AsF-Bundesvorstand angehört, mag sich noch kein Urteil erlauben. „Die Aufbruchstimmung unter den Frauen war jedenfalls mitreißend.“ Bei der Absprache vor der Debatte seien an die hundert Zuhörerinnen anwesend gewesen; und die bei der Gelegenheit verteilten „roten Reißverschlüsse“ wurden zum Erkennungszeichen auch am Revers vieler männlicher Delegierter. Übrigens: Das Design stammt aus dem Norden – Eckernförde, um genau zu sein. „Ein gutes Omen für unsere bevorstehenden Landtagswahlen“, ist der schleswig-holsteinische AsF-Landesvorstand überzeugt.
Doch müsse auch klar sein, dass aktive Frauenförderung nicht im Alleingang von nur einer Partei betrieben werden können. „Darum haben wir den ‚Reißverschluss’ nicht nur innerhalb der SPD-Parteireform beschlossen und in unserer Satzung verankert“, stellt Östreich klar, „sondern am folgenden Tag auch Parlament und Land in die Pflicht genommen.“ Gelinge es bis 2015 nicht, alle im Bundestag vertretenen Parteien auf eine paritätische Mandatsverteilung für Frauen festzulegen, werde es eine entsprechende Wahlgesetzänderung geben. „In vielen anderen europäischen Staaten wird dies bereits selbstverständlich praktiziert“, wissen die SPD-Frauen. Daher sei die Entscheidung nur konsequent gewesen auf einem Parteitag, auf dem so viel von Europa die Rede war.
Entwurf Cornelia Östreich 7. Dezember 2011
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Brüssel: Die schleswig-holsteinische SPD-Europaabgeordnete Ulrike Rodust wird auch in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode die Arbeit der europäischen Sozialdemokraten im Fischereiausschuss koordinieren.
Straßburg: Das Europäische Parlament will die enormen Mengen von Lebensmitteln, die täglich in den EU-Staaten weggeworfen werden, bis 2025 um die Hälfte reduzieren. Mit einem am Donnerstag mit großer Mehrheit angenommenen entsprechenden Initiativbericht weisen die Europaabgeordneten auf die Lebensmittelverschwendung hin und zeigen Lösungen auf, wie diese vermieden werden kann.
Merle Stöver, Juso aus Itzehoe, hat dafür gesorgt, dass ein Fall von alltäglichem Rassismus öffentlich wurde. Der Hintergrund: In eine Diskothek in Itzehoe wurde ein junger Mann (21 Jahre) wegen seines südländischen Aussehens nicht eingelassen.
Umstrittenes Fischereiabkommen mit Marokko findet keine Mehrheit im Europäischen Parlament
Straßburg: „Dies ist ein großer Tag für das Europäische Parlament und ein Sieg für alle, die das Völkerrecht achten“, kommentierte die SPD-Fischereiexpertin Ulrike RODUST die Abstimmung über das Fischereipartnerschaftsabkommen mit Marokko. Mit 326 zu 296 Stimmen hatte das Europaparlament am Mittwoch in Straßburg das umstrittene Abkommen abgelehnt.
Es war eine lange Ratssitzung am vergangenen Donnerstag: Sie begann um 13.00 Uhr und endete abends um 22.23 Uhr. Schwierige Debatten um den Haushaltsplan 2012 prägten die Sitzung. Der Haushalt wurde letztlich mit 29 Ja-Stimmen, 10 Neinstimmen und einer Enthaltung beschlossen. In der Haushaltsdebatte des Rates erklärte Helmut Trost, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion und des Kreisverbandes, unter anderem:asf.projekt2010.11(at)googlemail.com
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